Die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) ist die offizielle Vertretung
der Fachärzte Deutschlands in allen Versorgungsbereichen (ambulant, stationär, Rehabilitation).
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Sie vertritt die fachärztlichen Verbände gegenüber der Politik. Wir setzen uns für die Weiterentwicklung der fachärztlichen Versorgung
aller Patienten auf hohem Niveau ein.

Berufsverband Deutscher Laborärzte e.V.


Labormedizin begleitet durch das ganze Leben.


Das Fachgebiet der Laboratoriumsmedizin umfasst sämtliche Methoden zur Untersuchung von humanen Materialien und Krankheitserregern. So sind die Klinische Chemie, Serologie und Immunologie genauso Bestandteil der Laboratoriumsmedizin wie die Medizinische Mikrobiologie, Molekularbiologie und Transfusionsmedizin.

Zur Diagnostik und Therapiekontrolle setzen Fachärztinnen und Fachärzte für Laboratoriumsmedizin Bestimmungsmethoden ein und können so ein umfassendes Bild von der Erkrankung des Patienten erhalten. Die sowohl im niedergelassenen Bereich wie auch in der Klinik tätigen Laboratorien verfügen in der Regel über ein Programm von mehreren tausend Parametern, die aus unterschiedlichen Untersuchungsmaterialien durchgeführt werden können. Dieses breit gefächerte Angebot an medizinischer Diagnostik zeigt sich auch in der Tatsache, dass nach vorsichtigen Schätzungen mindestens 65% der in der Medizin erzielten Diagnosen mittelbar oder unmittelbar auf labormedizinische Parameter zurückzuführen sind.

In enger Zusammenarbeit mit den konservativ und operativ am Patienten tätigen Ärzten stellt der Facharzt für Laboratoriumsmedizin durch die hohe Innovationskraft seines Faches alle wichtigen neuen diagnostischen Methoden in hoher Qualität und flächendeckend zur Verfügung.

In keinem anderen Fach ist das Zeitfenster zwischen den Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung und ihrer Einführung in die Patientenversorgung so kurz wie in der Laboratoriumsmedizin. So sind gerade in den letzten Jahren durch die Einführung der Polymerase Chain Reaction (PCR) in die medizinische Diagnostik, die Erkenntnisse auf den Gebieten der Infektionsserologie, Epidemiologie und Molekularbiologie nahezu explosionsartig angewachsen. Dies zeigt sich nicht nur durch eine wesentliche Steigerung in der Aussagekraft und Genauigkeit der Untersuchungen sondern auch in dem deutlich geringeren Zeitfenster zwischen der klinischen Verdachtsdiagnose und der labormedizinischen Bestätigung. Untersuchungszeiträume wie z. B. bei der Tuberkulose sind dabei von mehreren Wochen auf wenige Stunden zusammengeschrumpft.

Aber auch auf anderen wichtigen Gebieten wie der Onkologie, Rheumatologie und Kardiologie hat nicht nur die Anzahl sondern auch die Aussagekraft und Bestimmungspräzision einzelner Parameter deutlich zugenommen. Dies zeigt sich letztendlich auch an der großen Zahl der Neuaufnahmen von Parametern in die Versorgung der GKV-Patienten in den letzten Monaten.

Nicht nur in der Einführung neuer Parameter sondern auch bei der Umsetzung von Qualitätsstandards haben die Labormediziner in Deutschland stets eine Vorrei-terrolle eingenommen. Diese jahrzehntelangen Bemühungen zeigen sich in der jetzt wieder neu erschienenden Richtlinie der Bundesärztekammer zur Durchführung quantitativer Laboruntersuchungen, als auch in der vielfältigen Berücksichtigung der Erfordernisse der Präanalytik, der Probengewinnung und des zeit- und fachgerechten Probentransportes, für die die Labormediziner ebenfalls die Verantwortung übernommen haben.

Darüber hinaus ist die Gruppe der Laborärzte als einzige fachärztliche Disziplin vollständig akkreditiert. Für den Erhalt des hohen Niveaus in der Laboratoriumsmedizin ist es deshalb auch zukünftig wichtig, dass vernünftige Rahmenbedingungen für Ärzte und Mitarbeiter vorhanden sind, so dass in einer durch zunehmende Arbeitsteilung geprägten Versorgung der Patienten auch weiterhin Laboruntersuchungen mit hoher Qualität und zeitnah zur Verfügung gestellt werden können.

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letzte Änderung: 24.6.2019 10:57

Dr. rer. nat. Andreas Bobrowski
1. Vorsitzender